Ein Erlebnis - Fotografieren aus dem Gyrokopter

Für neue Luftaufnahmen des Bergischen Landes und der Stadt Wipperfürth hatte mich die Kölnische Rundschau / Bergische Landeszeitung beauftragt neue Luftaufnahmen anzufertigen.
Die Stadt Wipperfürth feierte im Jahre 2017 das 800 Jährige Bestehen und zur Bebilderung einer großen Jubiläumsausgabe wurden diese benötigt. Ein toller Auftrag!

Da ich ein paar Jahre zuvor schon einmal aus einem Segelflugzeug fotografiert hatte, wusste ich, dass es immer ein kleines Abenteuer wird. Nun überlegte ich, ob ich nochmal einen Segelflieger besteigen oder aber etwas neues ausprobieren sollte. Ich unterhielt mich mit einem Piloten vom Flugplatz in Wipperfürth, der mir zum Fotografieren einen so genannten Gyrokopter empfohlen hat. Im Prinzip ist es ein kleiner Hubschrauber, wo der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern durch den Fahrtwind in Drehung versetzt wird. Zu vergleichen ist es mit den Flügelblättern von verschiedenen Baumarten, die sich langsam in Richtung Boden drehen. Dadurch ist ein Gryokopter nicht nur enorm sicher, sondern auch sehr langsam. Der Pilot kann in sehr geringen Höhen fliegen und ist viel flexibler als ein Segelflugzeug. Okay, die gesetzlich vorgeschriebe Mindestflughöhe von 300 Metern über Städten muss trotzdem eingehalten. Aber die Perspektive ist nicht mehr so steil.
Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, dass ein Gyrokopter keine Scheiben zu den Außenseiten besitzt. Durch die vordere Scheibe wird der Fahrtwind abgehalten und die Kamera kann wunderbar nach links und rechts geschwenkt werden. An einem wunderbaren sonnigen Wintertag (es war um die 0 Grad) ging es ab in die Luft. Dick eingepackt war nach ein paar Sekunden über dem Bergischen Land die Kälte auch schon vergessen und ich konnte wunderbare Luftaufnahmen fotografieren.

 

Joachim GiesComment